
Gestern hatte ich ein interessantes GoogleAd:
“ Katharina das Grosse” – stand da: Das etwas andere Handy für Senioren. Mit grossen Tasten und grosser Display-Schrift und reduzierter Funktionalität sollen nun auch die älteren Leutchen ans Mobile Netz gebracht werden (
“Golem.de” ). Das Telefon hat die Dimension einer TV-Fernbedienung, ist klobig und absolut keine Schönheit. Dafür soll es für Hörgeräte optimiert sein. äusserst unpraktisch ist jedoch, dass man das Teil nicht mehr aufschieben kann, wenn man es auflädt – kleiner Usability-Fehler?? Wäre mal eine Untersuchung durch den Usability-Dienstleister Zeix wert....
Das Handy wurde an der
“ Cebit” vorgeführt und ist seit Anfang Mai für 289 Franken erhältlich – übrigens auch in der Schweiz. Eine Recherche im Internet hat aufgezeigt, dass die alten Leutchen es auch schaffen, mit einem einfacheren Nokia-Modell mobil zu telefonieren – warum werden die älteren Herrschaften eigentlich immer so unterschätzt? Schliesslich ist es ja auch die Gruppe der so genannten Silver-User, die bezüglich der Internetnutzung zurzeit am stärksten wachsen. „Katharina das Grosse ist schamlos teuer für das was es ist. Je einfacher desto teurer? Wer macht hier Reklame für dieses unverhältnismässig teure Handymodell? Es sei für Senioren "gedacht" und Senioren sind nicht nur unfähige Leute sondern haben auch Geld, nicht wahr? Ich hoffe, niemand kauft so etwas”, meint dazu “Panchito”, ein Forums-Teilnehmer auf
“ Seniorenweb.ch”.
Haben nicht auch schon die Schweizer Provider versucht, extra Handys für Ältere zu promoten? Ich würde gerne wissen, wie viele
“ Mobi-Click”, das Seniorenhandy von Orange, bereits verkauft wurden. Wer hat schon Lust, als alt(modisch) abgestempelt zu werden, und mit einem riesenklobigen Mega-Handy rum zu laufen? Dass Senioren allergisch auf „Seniorenprodukte“ reagieren, dazu gibt’s sogar
“ Studien” - auch wenn dies eh klar war – oder?